Grenzstreit im Gurnigel

Hinter dem Gurnigel, an der Grenze von Nünenen, befindet sich ein grosser Hügel, von dem dauernd grosse Felsbrocken auf eine Weide herunterfallen. Die schönen Wiesen des Nünenenbergs reizten den einstigen Besitzer des Gurnigels, sein Vieh, trotz der Warnung der Nachbarn die ebenfalls Anspruch auf diese Weiden hatten, dort zu weiden. Der Verwegene steckte für seine Weide sogar einen Zaun aus. Die Nachbarn klagten vor Gericht, doch der Bauer legte etwas Erde von der streitigen Weide in seine Schuhe und schwor, wenn er nicht auf seinem Eigenen stehe, wolle er nach seinem Tode nicht ruhen, bis er den «Gurnigelhubelbruch» heruntergegraben habe. So behielt er die Weide. Doch als er gestorben war, wurde er von Holzhauern oft gehört, wie er arbeitete, mit der Spitzhacke Felsenstücke ausgrub und diese dann in die Tiefe rollen liess.



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