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Historisches rund um Oberbalm am Längenberg
Historisches Oberbalm von Ch. Pfister mit Fotos unter https://www.dillum.ch/
Hier eine Kurz-Version von einem Borisrieder am Tschuggenhügel.
Die Höhenburg Tschuggen (Ostlich von Borisried)
Die Burgstelle Tschuggen liegt südöstlich von Oberbalm auf einem bewaldeten und nach drei Seiten steil abfallenden länglichen Hügel. Der 987 m hohe bewaldete Hügel trägt eine interessante Erdburg von dreieckiger Form: Höhenburg? Höhenheiligtum? Sonnenbeobachtungsstätte?Der bequemste Zugang führt von Osten her über einen Feld- und Waldweg. – Einen Abgang gibt es Richtung Südwesten. Die beiden Seiten, nämlich die Spitzen gegen Süden und gegen Osten, zeigen noch heute deutliche Aufwölbungen, welche alte kurze Schildwälle andeuten. Die Vermessung zeigt, dass dieses Plateau als gleichseitiges Dreieck bearbeitet wurde, wobei die beiden Langseiten etwa 40 m messen bei einer Grundseite von etwa 25 m. – Aus vielen Beispielen wissen wir, wie viel Geometrie in den alten Anlagen steckt. Das Dreieck der Höhenburg Tschuggen fordert zum Nachdenken heraus. Die Befestigungsabsicht ist eindeutig, auch die geometrischen und die astronomischen Nebenbedeutungen werden bei einer eingehenden Untersuchung deutlicher.
Tschuggen bei Oberbalm BE (Sicht 1. Richtung Ost 2. Richtung Süd)

Und hier der Tschuggenhügel von oben

Steinburgen, Erdburgen und Erdwerke
Burgen finden sich überall. Doch sehr oft sind es echt rätselhafte Zeugen aus einer schrift- und datierungslosen Vorzeit. Wahrscheinlich aus einer Epoche kurz vor der Geschichtszeit, vielleicht dort wo wir heute das 17. und 16. Jahrhundert sehen.Wahrscheinlich wurden die alten Burgen zuerst als Erdburgen gebaut, bis der Mörtel erfunden wurde.
In diese Erdburgen und Erdwerke wurden später oft steinerne Wehranlagen hineingebaut.
Diese gelten in der volkstümlichen Auflassung als eigentliche Burgen, mit Türmen, Ringmauern,
Wohngebäuden, usw. Die steinerne Burgenarchitektur ist interessant, aber sie stellt nur ein
besonderes und späteres Kapitel des Burgenbaus dar.
Die Erdburgen geben am meisten Rätsel auf: Waren es Verteidigungsanlagen, oder hatten sie auch andere Zwecke?
Man erinnert sich an die sogenannten Höhenheiligtümer,
von welchen die Bücher des Alten Testaments sprechen. - Da die biblischen Bücher hier bei uns in
Westeuropa und erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts geschrieben wurden, so müssen wir hellhörig werden:
Sind die Burgen, die wir auf Anhöhen antreffen, nicht die Höhenheiligtümer,
gegen welche die alten Propheten wetterten?
Die Erdburg Tschuggen
(Koordinaten 599'250/190'100)liegt auf einer markanten Höhe südöstlich von Oberbalm und von Köniz. Der Hügel hat eine auffällige dreieckige Form. Wenn die Bewaldung nicht wäre, so hätte man von diesem 987 m hohen Berg eine prachtvolle Sicht nach allen Seiten. So wie der Hügel, so hat auch die Burgstelle, welche das Gipfelplateau einen auffälligen dreieckigen Grundriss. Die beiden Langseiten messen dabei etwa 45 m, die nordöstliche Schmalseite etwa 33 m (siehe den untenstehenden Plan).

Plan des Erdwerks Tschuggen bei Oberbalm BE
Die dreieckige Form des Hügels wird vom Burghügel fortgeführt.
An der SW-Ecke und der E-Ecke hat das Burgplateau auffällige Aufwölbungen.
Ein Wall gegen Nordosten ist noch schwach erkennbar. An der
Nordspitze ist als kleine Vertiefung der zugeschüttete Sod zu sehen. Der
ursprüngliche Zugang ist vom Osten her zu sehen.
Deutlich erkennt man in dem Plan einen Vogelkopf mit dem Sod als Auge.
Man kennt die alte Sage von den Gänsen als Wächter auf dem kapitolinischen Hügel in Rom.
- Jede Burg war eine Art festes Rom oder feste kapitolinische Burg. Also war es logisch,
die Gans als (religiöses) Symbol der Wachsamkeit in der Struktur abzubilden.
Der künstlich überhöhte Burghügel hat zwei Zugänge, ein steiler an der Südwest-Spitze und ein bequemer von der Nordost-Spitze. Bei letzterem ist der ursprüngliche Zugang zu sehen. Dort war früher ein heute zugeschütteter Halsgraben.
Der Plan der Burgstelle (siehe Abbildung) zeigt die allgemeinen Merkmale deutlich: ein dreieckiges Plateau, das nach allen drei Seiten künstlich überhöht ist.
Die Seiten des Dreiecks wurden zweifellos nach bestimmten Achsen ausgerichtet. - Messungen und Rechnungen können wenigstens teilweise einige Winkel und Beobachtungen nachweisen.
Die Kirche von Oberbalm war vor der Glaubensspaltung angeblich dem heiligen Sulpitius geweiht und ein bekannter Wallfahrtsort. - Es liegt nahe, zuerst dort einen Zusammenhang mit der Erdburg zu suchen. - Und dieser besteht, wie eine Rechnung erweist:
Die Distanz zwischen der Kirche Oberbalm und dem Erdwerk Tschuggen beträgt eine keltische Meile (Leuga), also 2225 m bei einem Himmelswinkel von 123° SE!
Sicher gab es auch eine Orientierung nach dem Schloss Worb - zu welchem Sichtverbindung besteht.
Die Höhenlage, die aussichtsreiche Lage und der dreieckige Grundriss der Burg lassen schliessen, dass Tschuggen nicht nur der Verteidigung diente. Der Ort war gleichzeitig eine astronomische Beobachtungsstätte - vielleicht auch ein Höhenheiligtum, damit ein vorgeschichtlicher Wallfahrtsort.
Der Ortsname Tschugg oder Tschuggen könnte eine Verballhornung von SANCTUM sein, oder abgeleitet
vom hebräischen sukkah, MZ sukkot = Hütte (vergleiche das jüdische
Laubhüttenfest = sukkot) bedeuten.
Hebräische Ortsnamen sind bekanntlich häufig im deutschsprachigen Bereich. Auch die hebräischen Feste
wie Chanukka (z.B. Hunze, Hunziken) und eben Sukkot finden sich in den Namen.
PS: Herr Jens Wolfensteller hat 2008 einen exakten Plan von Tschuggen erstellt. Wie der Autor ist auch er sich sicher, dass das Erdwerk gegen Osten durch einen Halsgraben gesichert war. - Ferner vermutet Wolfensteller in der nördlichen Ecke des Plateaus am Ort der heutigen Feuerstelle einen Sodbrunnen. Unter Einbezug des ehemaligen Sod, sowie dem Halsgraben im Osten, kann man einigermassen eine Gans erkennen.
Die Orientierung der drei Seiten lässt sich auf diesen kurzen Strecken natürlich nicht genau bestimmen. Und der Zahn der Zeit hat in diesem Erd-Dreieck die ursprünglich geraden Linien verwischt. Um weiter zu kommen, muss man mit den Elementen der keltischen Landvermessung (vgl. Der antike Berner Bär, 72 ff.) versuchen, Bezüge zu anderen Markpunkten in der näheren und weiteren Umgebung der Burg herzustellen. Diese Punkte können Burgen, Kirchen, Findlinge, Schalensteine,oder sogar alte Wegkreuze sein.
Als sichere Bezüge haben sich beim Tschuggenhügel unterdessen herausgestellt: Der Tschuggen ist mit der alten Kirche von Oberbalm durch eine Sonnenwendlinie von 123° SE verbunden, und die Distanz dazwischen ist genau eine keltische Meile, also 2225 m. Von der Höhenburg aus liess sich natürlich bequem der Sonnenaufgang zur Zeit der Sommersonnenwende beobachten. Es ist eine Linie von 54° NE, welche das Schloss Worb als Visurpunkt hat. Noch erstaunlicher ist, dass über Tschuggen eine Transversal-Achse zur Sonnenwendachse führt, die einen Wert von 34° NE zeigt. Aufgehängt ist diese Achse im Nordosten zuerst auf einen Schalenstein in dem Findlingsreservat Grossholz bei Gümligen, dann an dem sogenannten „Sodbrunnen" auf dem rätselhaften tannstygli südlich von krauchthal und weiter an dem schalenstein im pleerwald bei der rothöchi südlich von burgdorf.
Je weiter man den Platz Tschuggen untersucht, desto mehr Einzelheiten kann man aus der Anlage schliessen. Deshalb interessiert auch der Name. In TSCHUGGEN erkennt man die Konsonanten TS/CC/M. Das TS wurde auch als Z gelesen und geschrieben – oder es wurde nur ein T berücksichtigt. Folglich gehören auch die Ostschweizer Ortsnamen TOGGEN-Burg und TUGGEN dazu.
Aus den Namensformen ergibt sich die Konsonantenfolge SCTM, lateinisch SANCTUM, sanctus = heilig. Tschuggen war also eine heilige Burg oder ein heiliger Berg, wie zum Beispiel die Lueg, wo der erwähnte Name HEILIGENLAND noch heute die richtige Deutung unterstützt.
Die sogenannte Teufelsburdi von Winzenried
Die Teufelsburdi ist ein eigentliches Naturwunder. Die etwa 4,5 m hohe Felspyramide liegt am Rande eines Waldes am Ostrand des Läenberges, westlich von Belp und Südlich des Weilers Winzenried. - Das Gestein ist ein Gneis aus der Gegend der Grindelwaldner Alpen. - Der Block steht seit 1951 unter Schutz. Die Teufelsburdi von Winzenried sieht von Westen aus wie eine riesige Pfeilspitze. Man meint, sie sei zubehauen oder künstlich aufgerichtet. - Ist der Block vielleicht ein Menhir? Fest steht, dass die Teufelsburdi in der Vorzeit ein wichtiger Ankerpunkt der Vermessung war. Beispielsweise konnte man von der Erdburg Tschuggen südlich von Oberbalm diesen erratischen Block als Kimme zur Bestimmung des Sonnenaufgangspunktes zur Zeit der Sommer-Sonnenwende nehmen. Und zum Fixpunkt Muri-Egg - einem wichtigen Eckpunkt des sogenannten Doppelquadrates von Bern - steht dieser Teufelsstein genau in einer Nord-Süd-Achse. - Ebenfalls führt von Winzenried eine Ost-West-Achse genau über die nördliche Spitze der Stadtmauer von Aventicum. Die Teufelsburdi bei Winzenried ist nicht der einzige Findling im Kanton Bern, welcher diesen Namen trägt?: Da gibt es noch die mächtigen Blöcke der Teufelsburdi auf dem Jolimont bei Gals und einen heute verschwundenen Block am Rande des Gurtens, oberhalb von Wabern. Eine kultische Bedeutung solcher Steine in der Vorzeit ist natürlich immer möglich, nur fehlen dazu alle Hinweise. - Mit dem Steinkult verliert man sich in endlosen Spekulationen. Das Naturwunder des riesigen Findlings bei Winzenried oberhalb von Belp ist staunenswert genug, auch ohne eine hypothetische Geschichte.Der Längenberg wird Östlich durch das Gürbetal, Westlich durch Wangental und Sense begrenzt. Südlich geht er über in das Voralpengebiet des Gurnigels danach in die alpine Gantrisch-Kette.
Die Namenlandschaft des Gürbetals, mit Toffen, Rümligen, Seftigen und Gurzelen ist hoch interessant. Wer wollte erraten, dass sich da römische Kaiser, nämlich Septimius Severus und Caracalla, ein Stelldichein geben?
Neben Burgen gibt es am Längenberg auch Naturdenkmäler, etwa den Schwarzwassergraben und den Sensegraben. Am Ostende des Berges, westlich von Belp, ist die Teufelsburdi bei Winzenried, einer der bedeutendsten Findlinge weit und breit.
Der Längenberg ist ein heiliger Bergzug, wie viele Orts-, Berg- und Burgennamen verraten. Aber kommt der Name Längenberg wirklich von lang? - Wenn wir den christlichen Imperativ, der hinter der ganzen Namensgebung stand kennen, so müssen wir daran zweifeln.
Wir werden sehen, dass Jesus den Längenberg besuchte. Und wer hat den Heiland getötet?
Der Schächer hiess LONGINUS. Von diesem hat der Bergzug südlich von Bern seinen Namen.
Die Sache geht noch weiter. Bekanntlich beginnt der Aufgang auf den Längenberg von Bern aus im Dorfe KEHRSATZ. Dieser Ort heisst im Dialekt CHÄSIZ. Von der volkstümlichen Bezeichnung müssen wir ausgehen.
Bis heute meinte ich, in Kehrsatz stecke CHRISTUS. - Im Zusammenhang mit der Bedeutung des Längenbergs aber drängt sich eine andere Erklärung auf: Der Vorname des Schächers Longinus war CASSIUS. Und dieser Name nun ist sehr nahe bei CHÄSIZ! Hier haben wir es also mit einem Verbundbegriff zu tun. Kehrsatz und der Längenberg lassen sich nur im Verbund richtig deuten. Und dieser heisst CASSIUS LONGINUS.
Jesus war auf dem Längenberg
Vor allem hatte der Längenberg für das alte Bern vor und zu Beginn der Geschichtszeit, also vor und um 1600 ein einzigartiges Prestige, das man noch aus der Überlieferung und den Namen fassen kann. Wir beginnen mit dem wichtigsten Ort auf dem Längenberg. Schon weit im Süden, auf aussichtsreicher Terrasse, hoch über dem Tal, durch welches der Weg vom Gürbetal über Schwarzenburg nach Freiburg führt, thront die Ortschaft Rüeggisberg. Der Name ist gleichartig mit dem grösseren Riggisberg drunten im Tal: RÜEGGIS = (C)RCCS = CRSTS und RIGGIS = (C)RCCS = CRSTS enthalten beide CHRISTUS.
Über den Längenberg soll auch der alte Jakobsweg gegangen sein. – Diese Wege werden bekanntlich heute zu touristischen Zwecken wieder reaktiviert. Wo allerdings die genaue Route durchging, ist kaum auszumachen. Man muss annehmen, dass mehrere Wege benutzt wurden.
Pilgerorte auf dem Längenberg

Balm ist eine Höhle an einem Fels. Die Höhle von Oberbalm gibt es nicht mehr, da der Sandstein
abgetragen ist. Einst hauste in ihr der Einsiedler Sulpitius, der zum Heiligen avancierte und dessen
Kapelle zur Kirche wurde. 1133 soll sie gebaut worden sein; von der Urgestalt bleiben Teile des
Schiffs.Sankt Sulpitius. In den diversen Heiligenverzeichnissen der katholischen Kirche ist er nicht
erwähnt, sieben andere Sulpitii hingegen schon: Der erste war ein Märtyrer unter Roms Kaiser
Trajan und endete um das Jahr 100. Und die anderen sechs waren allesamt Mönche oder Bischöfe,
einer davon auch ein Walliser: Bischof Sulpitius, gestorben um 323 in Octodurum, wie Martigny damals
hiess.Unser Sulpitius der durch sein frommes Tun zum Vorbild geriet, bei dem man sich den Segen holte.
Nach seinem Tod geschah, was in der Heiligengeschichte oft vorkommt: Legenden um die anderen
Namensträger gingen auf ihn über. Schliesslich wird er selber zum Erzbischof: "Sulpitius,
Archiepiskopus, Patron von Oberbalm", so steht er im Jahrzeitenbuch des Berner Münsters von 1325.
Die Kirche von Oberbalm, das einst Sulpitiusbalm hiess, sei zum Besuch empfohlen, auch wegen der
Die heutige schöne gotische St. Sulpitiuskirche, Folgebau auf Wallfahrtskapelle (12./13. Jahrhundert)-
"Chefeli": Archivtürmchen mit Chorgerichtsgefängnis Das romanische Kirchenschiff stammt aus dem 12. Jahrhundert;
Turm und Chor wurden zwischen 1517 und 1527 errichtet, die gewölbte Holzdecke und die nördlichen
Kirchenmauern dagegen sind Spätbarock. Die Kirche war früher ein bekannter Wallfahrtsort, wie etwa
erhalten gebliebene Tonfiguren mit der Muttergottes und dem Jesuskind belegen.
Bekanntlich gibt es hinter der Kirche ein Felsband.
Dort soll sich eine Grotte oder ein Balm (der Ortsname!) befunden haben, in welcher der Heilige
verehrt wurde.
Zwei Kilometer westlich von Oberbalm liegt der Weiler Grossgschneit. Dort sieht man eine
uralte Mauer mit einer vermauerten rundbogigen Türöffnung in der Mitte. Die Mauer bildet heute
den südseitigen Unterbau des heutigen hölzernen Bauernhauses. Es wird gesagt, dass dies der Rest
einer ehemaligen Pilgerherberge sei. Und dazu wird eine absurde Datierung nachgeliefert:
Die Mauer von Grossgschneit soll über tausend Jahre alt sein, nämlich aus „karolingischer" zeit stammen!
die überrissene datumsangabe kann man sich schenken, die karolingische" Epoche ebenfalls.
Die Mauer von Grossgschneit ist auf jeden Fall alt. – Doch alt ist relativ.
Die Gibelegg, der Gurnigel und das Guggershörnli
Wir kehren zurück zum Jesus-Ort Rüeggisberg. – Von der Klosterterrasse hat man eine prachtvolle
Aussicht nach Süden, auf das Guggershörnli rechts im Südwesten und auf die Gibelegg,
einen Waldberg, der vom Tal-Boden von Riggisberg auf bis zu 1133 m Höhe ansteigt.
Auch die Gibelegg ist ein besonderer Berg im heilsgeschichtlichen Zusammenhang der Berner Landschaft.
Er muss es auch sein, denn schliesslich liegt er gegenüber dem bedeutungsträchtigen Rüeggisberg.
Der Name Gibelegg hat nichts mit Giebel, der architektonischen Form zu tun. Vielmehr ist dies
– ähnlich dem Ulmizberg – ein Kalamitätenberg. Genauer gesagt ist die Gibelegg ein Vulkanberg.
Vulkane im Bernbiet und in der Schweiz? Natürlich sind diese Berge nicht Vulkane im geologischen,
sondern im übertragenen Sinne. Im heilsgeschichtlichen Zusammenhang haben vor allem zwei
europäische Vulkanberge eine überragende Bedeutung erlangt:
der Vesuv bei Neapel und der Ätna auf Sizilien.
Ein Vulkan stösst eine hohe pilzförmige Rauchsäule aus, welche in etwa an ein Marterkreuz erinnert.
Schon daher hat ein Vulkan in den Anschauungen der Alten eine christliche Symbolik.
Kein Wunder, dass etwa Sizilien, der Ort des Ätnas, Kreuzesinsel bedeutet.
Aber auch der Ätna ist in den Landschaftsnamen vertreten, zwar viel weniger häufig als der Vesuv.
Und Gibelegg bedeutet Ätna! Hier muss man wissen, dass der alte und noch heute im Volksmund
gängige Name des sizilianischen Vulkans nicht Ätna, sondern MONGIBELLO ist.
Das ist ein romanisch-arabisches Hybrid-Wort, zusammengesetzt aus
lateinisch MONTEM und arabisch DSCHEBEL, welche beiden Worte das Gleiche,
also Berg oder Hügel bedeuten. –
Das arabische Wort ist dabei vom Lateinischen DIABOLUM, diabolus = Teufel abgeleitet.
Ein Kalamitätenberg ist ein Teufelsberg, das leuchtet ein. Und das Kloster Rüeggisberg hatte
auch die Aufgabe, den dräuenden Unglücksberg der Gibelegg, unmittelbar gegenüber, in Schach zu halten.
Wenn es noch einen letzten Zweifel an der Deutung der Gibelegg als Vulkanberg gäbe, so räumt ein
Ortsname an seinem Fuss den letzten Zweifel aus: Beim Übergang über den Schwarzwasser-Fluss
zwischen Schwarzenburg und Riggisberg, haftet der Ortsname Wislisau.
Wenn man etwas Gespür für alte Ortsnamen hat, so muss allein schon der Umstand, dass der Name
mit einem V beginnt hellhörig machen. Wir kennen zum Beispiel schon den Wistenlacher Berg am
Murtensee. Und die Analyse beweist es: WISLIS ergibt VSLS, und darin liest man unschwer
VESULIUS oder VESUVIUS heraus. – Die Gibelegg wurde von den Alten als Vulkanberg aufgefasst,
und zwar als Vesuv wie auch als Ätna.
Und Wislisau liegt in der Gemeinde Rüschegg. Der Vesuv liegt in einer CHRISTEN-Landschaft,
wie sich aus RÜSCH = C/RS ergibt.
Aber wer hätte gedacht, dass sich in einer Berg-Bezeichnung im bernischen Voralpengebiet der
Vulkan Ätna versteckt!
Bei Rüeggisberg sind ferner noch andere vesuvianische und trojanische Ortsnamen ausfindig zu machen.
Da gibt es die Weiler Mättiwil - sicher vom Vesuvherrscher METTIUS abgeleitet - und den Weiler Trommwil:
Im letzteren Namen steckt sicher TRM, also TROJAM, Troja.

Der Weiler Borisried auf dem Längenberg
Trojanisch ist der bekannte Ausflugsort Borisried südlich von Oberbalm zu deuten, darin ist PARIS enthalten, der Heldensohn, welcher am Fusse des Vulkans Ida einen religiösen Streit schlichtete. Der Name der Örtlichkeit hat nichts mit dem russischen Namen Boris zu tun, sondern mit PARIS, dem göttlichen Königssohn der trojanischen Sage.
Der Gurnigel
Der nächste Waldberg südlich der Gibelegg ist der Gurnigel, schon der letzte Voralpenberg vor den Kalkalpen der Gantrisch-Kette. Und wenn schon der Vorberg eine unheilvolle Bedeutung hat, so muss es auch dieser sein. Der Gurnigel, der bis zu 1548 m Höhe ansteigt, ist der eigentliche Berner Unglücksberg, der Vesuv des Bernbiets. Es gibt hier mehrfache Beweise. Aus GURNIGEL ergibt sich durch Entvokalisierung die Konsonantenreihe CRNCL. Man ergänze und gruppiere CR(ST)N/CL(MTS) und heraus springt CHRISTIANA CALAMITAS, christliche Kalamität.Der Gurnigel ist ein Vesuvberg, das beweist auch der Name des Ortes, der an seinem Fuss im oberen Gürbetal liegt: Wattenwil hat nichts mit Watte zu tun, denn die Baumwolle war damals noch unbekannt. Das WATTEN liest sich vielmehr als MATTEN. Und die drei wichtigen Konsonanten darin sind MTT. Dahinter verbirgt sich König METTIUS. Dieser war Herrscher über Alba, einem Pompeji-Ort. Jene Stadt soll wie diese von einem Steinregen von einem Waldberg = Vesuv verschüttet worden sein. Mettius wurde zum Synonym für Vesuv und kommt in Ortsnamen häufig vor. – Beispielsweise gibt es auch im Toggenburg ein Wattwil.
Die Berner Geschichtserfindung bestätigt die Bedeutung des Gurnigels als Vesuvberg und bringt dazu eine Geschichte, welche Hildebrand, Rüeggisberg, die Gibelegg und den Gurnigel miteinander verbindet. 1520, das sind genau 444 Jahre nach dem Aufenthalt von Jesus - Hildebrand in Rüeggisberg. Diese Zahl ist zwei Drittel der für das Christentum, das Judentum und den Islam gleichermassen bedeutenden Sinnzahl 666 – die bekanntlich in mehreren biblischen Schriften vorkommt.
222 Jahre nach 1076 errangen die Berner angeblich einen grossen Sieg in einer sagenhaften Schlacht im Jammertal. Das Unwetter von 1520 zog also vom Gurnigel über die Gibelegg und den Ulmizberg gen Bern und weist alle die genannten Bergkuppen als unheilbringend aus. Aber das fromme Bern lernte aus dem Fingerzeig, den der Gurnigel, die christliche Kalamität, der Stadt brachte und führte in den nächsten paar Jahren die Reformation ein. Damit vollendeten die Berner die Reformen, die ihr religiöser Führer Hildebrand aus Rüeggisberg ihnen vorgegeben hatte.
Heilige Burgen an der Sense
Beginnen wollen wir mit Burgen an der Ostseite der Sense. Die grösste und bekannteste Burg des ganzen Gebiets ist ohne Zweifel die Grasburg, eine imposante, zweiteilige Burganlage mit sehr grossen Mauerresten auf einem Sandsteinsporn nordwestlich von Schwarzenburg. Der Ort soll sogar einmal Stadtrecht gehabt haben – obwohl man sich heute nicht mehr vorstellen kann, wo denn Platz für auch wenige Häuser gewesen sein soll.– Sicher ist jedoch, dass die Burg in altbernischer Zeit als Landvogteisitz gedient hat. Grosse Unterhaltskosten erzwangen aber um 1670 die Verlegung des Sitzes nach Schwarzenburg, wo dafür das noch heute stehende Schloss im Stile jener Zeit erbaut wurde.
Der Name Grasburg hat sicher schon manchen zu Überlegungen veranlasst. Aber erst mit Kenntnissen der Matrix der alten Geschichte gelingt es, die Bezeichnung richtig zu deuten. Der Name hat nichts mit Gras zu tun, sondern ist eine weitere Verschleierung für CHRISTUM, Christus: GRAS = CRS(TM)! – Zum Beispiel gibt es im Oberaargau die Ortschaft GRASS-Wil, und in der Nähe des Titlis den Berg GRASSEN. Die Grasburg war eine monumentale Christenburg. Und die Überlieferung will wissen, dass der Jakobsweg am Fusse des Schlosses die Sense überquerte. – Heute findet sich der Brückenübergang bekanntlich etwas weiter südlich beim Sodbach. Als feste Burg stellte die christliche Grasburg auch ein Troja dar. - Dieser Name findet sich tatsächlich südlich der Ruine:
Von Schwarzenburg führt der alte Abgang zur Sense durch eine Runse, die den merkwürdigen Namen Torenöli trägt. Der Flurname ist nur solange mysteriös, als man nicht TROJA herausliest (TOREN = TRM = TROJAM)! Interessant ist nun, dass diese Grasburg = Christenburg sowohl im Norden als auch im Süden von je einer Burg flankiert wird. Und beide Burgstellen tragen den gleichen Namen: Helfenberg südwestlich von Lanzenhäusern, und Helfenstein westlich von Schwarzenburg an der Strasse zur Sodbachbrücke hinab.
Die übrigen Burgen des Längenbergs
Auch viele andere Burgen der Gegend verraten die vollständige christliche Überprägung der Landschaft. Den Flussübergang über das Schwarzwasser, halbwegs zwischen Schwarzenburg und Riggisberg, bewacht eine Erdburg namens Granegg: ein kleines überhöhtes Plateau, das auf der Flussseite durch eine Felswand, von der Hochfläche aber durch einen halbrunden Graben geschützt wurde. Der Name ist einsichtig, wenn wir die allgemeinen Grundsätze der Benennungen kennen: GRANEGG = CR(ST)N/M = CHRISTIANUM oder CHRISTUM, Christus!
Von der bereits über 1000 m hohen Bütschelegg südlich von Niedermuhlern entspringt der Bütschelbach, welcher die Hügellandschaft von Oberbalm von derjenigen von Fultigen durch einen tiefen Graben trennt. Der Bach mündet ins Schwarzwasser-Tobel und letzteres bald darauf in die Sense-Schlucht. – Man könnte erdgeschichtliche Überlegungen anstellen, weshalb die Flüsse und Bäche jener Region, also die Sense, das Schwarzwasser und der Bütschelbach sich so tief in den Sandstein gefressen und dabei wildromantische Schluchten geschaffen haben.
Kurz vor der Mündung des Schwarzwassers in die Sense, über der nördlichen Steilkante, findet sich im Walde versteckt eine gewaltige Erdburg mit aufrechten Mauerresten, welche Riedburg heisst. Ried bedeutet bekanntlich Sumpf, Moor. Aber ein solches kann es dort am Absturz gegen eine Schlucht nicht geben. RIED ist hier wie anderswo durch ein abgefallenes anfängliches C zu ergänzen.
Die Ramsburg
Weiter östlich, am erwähnten Bütschelbach, dort wo der von Norden herkommende Mättibach (MÄTTI könnte Vesuv bedeuten!) in diesen mündet, findet sich ein steiler Burghügel, die Ramsburg, auch Ramisburg genannt. Man glaubt es kaum, dass sogar ein solcher schwer zugänglicher und tief gelegener Bachübergang durch eine Wehranlage bewacht wurde. – Und ihr Name ist hoch bedeutsam: RAM(I)S = RM enthüllt uns mühelos ROMA, Rom! – Es gab und gibt Dutzende oder Hunderte von Roms in der europäischen Landschaft. Der Ort konnte gross oder klein sein, der Name verlieh ihm auf jeden Fall die Bedeutung als besonderen religiösen Platz.Einmal mehr werden wir uns gewahr, wie sehr die klerikale Geschichtsfälschung der Barockzeit versucht hat, glauben zu machen, es gäbe nur ein Rom am Tiber.
Der Imihubel
Nordöstlich der Ramisburg auf fast 1000 m Höhe liegt eine nur teilweise bewaldete Burgstelle, der Imihubel. Der Imihubel: Erdburg auf 981 m Höhe oberhalb von Niedermuhlern BEEine rechteckige Wehranlage mit Mauerspuren lässt sich auf dem aussichtsreichen Burgberg erkennen. Aus dem Namen Imihubel können wir nichts schliessen aber 100 m weiter unten im Westen des Hubels heisst ein Hof Ratzenberg. Hier also ist die ursprüngliche Bezeichnung der Höhenburg hinabgestiegen! Und aus dem RATZEN lassen sich mühelos die Konsonanten RSTM herauslesen. Ein initiales C ergibt wiederum CHRISTUM, Christus. – Auch der Imihubel trug also eine Christen-Burg.
Der Scherlibach entspringt westlich von Niedermuhlern und fliesst zuerst als breites Tal, dann immer schmäler und zur Schlucht werdend durch die grosse Ortschaft Niederscherli und schliesslich in die Sense – kurz bevor letzterer Fluss die charakteristische Biegung bei Thörishaus macht.