* * * * * * * * * * * *     Campingtour Ostdeutschland, Polen und Tschechien     * * * * * * * * * *

Wer/Ort/Datum:
Notizen von Marlis & Werner
01. Werner
Ort: Mätteli
am: 15.07.2016
Karte Osteuropa Campintour Osteuropa kürzestinfo:
Osteuropa ist in den letzten Jahren ein beliebtes Reiseziel geworden. Historische Bauten, traumhafte Strände und herzliche Gastfreundschaft erwarten den Urlauber vor Ort. Wie überall, sollte man einiges zur Sicherheit beachten. Besonders in Grosstädten wie Görlitz, Berlin, Danzig, Warschau, Krakau und Prag gibt es trotz allgemein guter Sicherheitslage Raubüberfälle und Taschendiebstahl auf der Strasse. Opfer dieser Straftaten sind meist ältere Personen oder Seniorenreisegruppen. Es empfiehlt sich, keine Wertsachen mit sich zu führen und nie Wertsachen und Gepäck im parkierten Auto belassen. Im Auto, besonders bei Stau und langsamer Fahrt sollte man den Wagen verriegeln damit man bei Stops nicht bestohlen werden kann.
02. Werner
Ort: Reinsberg
am: 10.08.2016
Sandsteingebirge Gestern Dienstag Mittag sind wir nach guter Fahrt in Reinsberg angekommen. Der Campingplatz Reinsberg ist klein und fein. Das Wetter ist hier recht kühl und die Sonne wird wohl manchmal etwas tropfen. Heute Mittwoch waren wir mit unseren Freunden in Sandsteingebirge in der „Sächsisch-Böhmische Schweiz“ zwischen Dresden und der Tschechischen Grenze. Die Bastei am Oberlauf der Elbe ist eine berühmte Felsformation, etwa 700 km² und bis 723 MüM. Einst trieben hier Raubritter ihr Unwesen, heute ist es beliebteste Ausflugsziel. Auf dem Basteifelsen bietet sich ein einmaliges Panorama mit Blick auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie den Lilien- oder den Königstein. Eine 76,5m lange Brücke führt zur Felsenburg Neurathen. Morgen Donnerstag fahren wir dann nach Eisenach zu den Fallschirmlern und treffen hier unsere Reisekumpel für die Weiterfahrt Richtung Nordost. Wie oft wir hier schreiben können, weiss ich noch nicht, keine Ahnung wie die Versorgung in Polen und Tschechien ist. Sonst können wir etwa mal ein SMS schreiben. Liebe Grüsse.
03. Werner
Ort: Eisenach
am 13.08.2016
Fallschirmspringer Am Mittwoch heftige Halsschmerzen, nach Besuch einer Klinik in "Stadtroda" (Toller Arzt da, bin fast wieder Gesund) sind wir in Eisenach angekommen. Sehenswert hier ist die tausend Jahre alte Wartburg. Sie gehört zum UNESCO-Welterbe. Die verzierten Bauten und Gemächer zeugen von mittelalterlicher und romantischer Bau- und Lebenskultur. Nach der Wartburg wurden auch Autos benannt die in Eisenach produziert wurden. 1896 gründete Heinrich Ehrhardt, die "Fahrzeugfabrik Eisenach" (FFE) als Aktiengesellschaft . Nachdem zuerst nur Kriegsgerät und Fahrräder hergestellt wurden, baute man ab 1899 auch Autos. Die "Fahrzeugfabrik Eisenach" war nach den Firmen "Daimler" und "Benz" die dritte Autofabrik in Deutschland. Neben 26 PKW Varianten produzierte man in der "FFE" bis 1927 auch 17 verschiedene Ausführungen von Lastkraftwagen und Bussen mit dem Namen "DIXI". Der in England als "Austin Seven" bekannte Kleinwagen wurde ab1927 in abgewandelter Form (Linkslenkung) in Eisenach als "DIXI DA1" produziert. Als im November 1928 die "DIXI Fahrzeugfabrik Eisenach" durch die "BMW AG München" übernommen wurde, änderte auch das Markenzeichen, es war Geburtsstunde der "BMW Automobile". 1933 entstand in Eisenach, unter dem weiss-blauen Zeichen eine neue, erfolgsversprechende Fahrzeuggeneration, der BMW mit 6-Zylinder Motor. Das erste Fahrzeug dieser Baureihe trug die Bezeichnung "BMW 303". Heute haben wir beim Wettberwerb der Fallschirmspringer zugeschaut, dabei wurde HP 2'ter in der Kategorie über 60, wir gratulieren! Am Montag fahren wir Richtung Stettin in Polen.

Polen Spreche kein polnisch - Nie mówie po polsku | Ja - tak | Nein - nie | Guten Tag - Dzien dobry | bitte - prosze | danke - dziekuje. 10 SFr ca. 40 Zloty, Drink 0,2, amTag Licht, Diesel 0.90€, Wildcamp geduldet. WSTEP WZBRONIONY = Zutritt verboten.
Polen mit 312.679 km2 und 38,5 Millionen Leuten ist gegliedert in 16 Woiwodschaften. Campingplätze sind günstig (siehe www.pfcc.eu) dazu viele gut ausgestattete Stellplätze. Toiletten: Kreis = Damen - Dreieck = Herren. Diebstahl kommt vor, beliebt sind Schweizer Autokennzeichen (Lösegeld). Empfohlen in Städten ist ein bewachter Parkplatz. Schlechte Strassen, schnelles, aggressives Fahren und viele Lastwagen erhöhen das Unfallrisiko. Mautsystem: Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen benötigt man eine viaBOX (System viaTOLL). Autobahngebühr für Fahrzeuge leichter als 3,5 Tonnen bezahlt man direkt an Mautstationen (auch mit Euro). Übrige Strassen sind mautfrei.
04. Werner
Ort: Stettin
am: 15.08.2016
Sandsteingebirge Schon sind wir in Stettin. Das ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Westpommern mit ca. 400.000 Einwohnern. Neben alten Bauwerken sind auch ganz Moderne zu sehen. Ringsum grosse Wälder, viel Weideland und der Fluss Oder. Der Hafen ist ein wichtiger Bestandteil der Stadt. Unzählige Kräne be- und entladen Schiffe. Promeniert man auf der Hakenterasse kann man dem regen Schiffsverkehr zuschauen. Bemerkenswerte Gebäude: das königliche Schloss, das neue Regierungsgebäude (1907), das Militärkasino, das Schauspielhaus, die Börse und der Zirkus. Am Dienstag fahren wir noch ein Stück weiter nach Norden, dann der Nordküste entlang Richtung Danzig.
05. Werner
Ort: Danzig
am: 17.08.2016
Sandsteingebirge Wir sind in Danzig (polnisch: Gdansk) angekommen und übernachten auf dem Camping "Stogi 218", es Regnet manchmal fein und manchmal heftig. Vielleicht schauen wir uns morgen noch die grosse Schiffswerft an und machen eine Hafenrundfahrt. Donnerstag 18.8. Wetter ideal für Stadtbesichtigung. Wir sehen das "Hohe Tor", das "Goldene Tor", das "grüne Tor", den "Langen Markt", die Marienkirche, das Rathaus, den Fluss Motlawa mit dem Krantor. Das Krantor wurde nach einem Brand 1442 - 1444 wiederaufgebaut. Gebaut wurden zwei Türme, die durch eine Holzvorrichtung mit Flaschenzug verbunden waren. Die Verladevorrichtung bestand aus zwei Paar grossen Holzrädern, die durch die Hafenarbeiter (Sklaven) bewegt wurden. Das Krantor diente zum Schiffmast aufrichten, Verladen von Waren, als Stadttor und als Wehranlage. In Danzig hat Weltgeschichte ihren Anfang genommen. Einmal als am 1. September 1939 das deutsche Kriegsschiff „Schleswig-Holstein“ die Westerplatte unter Beschuss nahm und damit den Zweiten Weltkrieg auslöste. Zuletzt als 1980 ein kleiner, schnauzbärtiger Elektriker namens Lech Walesa während eines Streiks über die Mauer der Lenin-Werft kletterte und als Anführer der Gewerkschaft Solidarnosc zuerst das polnische Regime und in der Folge das grosse sowjetische Imperium zum Einsturz brachte. Mit einem Schiff haben wir jetzt einen Ausflug gemacht, vorbei an grossen Schiffen in der Werft, bis hinaus zur Westernplatte.
06. Werner
Ort: Warschau
am: 20.08.2016
OsterodeMasurenOberlandKanal Die Masuren: Pittoreskes Land mit ca 3000 Seen in der nordöstlichen Region Polens, grenzt an die russische Enklave Königsberg. Ideal zum Wandern oder Radfahren. Es gibt eine Vielfalt historischer Orte und mit dem Schiff sind wir über Land gefahren. Schlösser in Rössel (Reszel), Neidenburg (Nidzica) und Lötzen (Gizycko), die erstaunliche barocke Kirche in Heiligelinde (Swieta Lipka). Möchte man unberührte Natur erleben und die Ruhe der Landschaften geniessen, ist Masuren eine Reise wert. Oft sieht man Pferdewagen, es scheint, als habe sich seit 100 Jahren nichts geändert. Auf Schornsteinen und Strommasten bauen Störche ihre Nester. Das heist nicht, dass Polen rückständig ist. Ganz im Gegenteil, kein Land in Europa hat sich in den letzten Monaten und Jahren so schnell entwickelt wie Polen. Von Danzig bis Warschau gibt es enorm viele Baustellen, es wird eifrig an einer Autobahn gebaut. Bei Rastenburg, versteckt im Wald ist die berüchtigte Wolfsschanze.
07. Werner
Ort: Krakau
am: 21.08.2016
KrakauTuchhalle Krakau: Ehemalige Hauptstadt, im Moment etwas Regen. eine der schönsten Polenstädte mit magischer Atmosphäre und prächtiger Architektur. Alte Dome, Renaissance Schloss, barocke Kirchen, Jugendstil Theater und andere Bauten sind zu sehen. Dank der unglaublichen Zahl und Vielfalt der Kneipen, Klubs und Restaurants ist Krakau eine sehr lebendige Stadt. Auf dem Marktplatz befinden sich die Tuchhallen und die Marienkirche mit Hochaltar. Im Jahr 1978 in die UNESCO-Liste aufgenommen als „Kulturhauptstadt Europas“. Spazieren Sie über den Wawel-Hügel zum Krakauer Schloss, ein Zeitzeuge der Pracht vergangener Tage. Die Baustile von vier Epochen gleichen einer Zeitreise Ueber uns sehen und hören wir Flugzeuge die in Krakau landen, jetzt am späteren Abend mit voller Beleuchtung. Bis zum nächsten liebe Grüsse aus Krakau.
08. Werner
Ort: Wieliczka
am: 22.08.2016
Wieliczka Salzmine Da Heute Regen angesagt wurde, fahren wir nach Wieliczka etwa 15Km in das grosse Salzbergwerk. Da gibt es viele Kunstwerke aus Salz, und in 100 Meter Tiefe eine grosse Kapelle ganz im Salz gebaut. Die Salzmine „Wieliczka” ist eine der wertvollsten Sehenswürdigkeiten in Polen und ist in 1. UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Sie gleicht einer unterirdischen Stadt und wird jährlich von mehr als eine Million Touristen aus aller Welt besucht. In der Salzmine „Wieliczka” gibt es auch Heilbehandlungen mit dem einmalige Mikroklima: Luft, welche von Verschmutzungen, Allergenen und schädlichen Strahlung befreit ist sowie sich durch Mikroelementegehalt, konstante Lufttemperatur und beträchtliche Luftfeuchtigkeit auszeichnet. Ehemalige Bergleute uns anderthalb Stunden lang durch eine Märchenlandschaft aus schimmernden Kristallgrotten, leuchtenden smaragdgrünen Seen, Kapellen mit kunstvoll in Salz geschnitzten Ornamenten und Skulpturen. Zuletzt geht es mit dem Lift der Mineure rasant 100 Meter an die Erdoberfläche.
09. Werner
Ort: Wieliczka
am: 22.08.2016
Wieliczka Salzmine Oswiecim (dt.: Auschwitz). Das Konzentrationslager und Vernichtungslager der Nazis bestand aus Auschwitz I, dem Vernichtungslager Birkenau Auschwitz II, dem Konzentrationslager Monowitz und ca. 50 weiteren Aussenlagern. Der Lagerkomplex befand sich im vom Deutschen Reich annektierten Teil von Polen. Die SS betrieb den Lagerkomplex von 1940 bis 1945 am Westrand der polnischen Stadt Oswiecim (dt.: Auschwitz). Die europaweit gefangen genommenen Menschen wurden per Bahn in das KZ Auschwitz transportiert. Etwa 90 % waren Juden. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich auf 1,1 bis 1,5 Millionen die gleich nach ihrer Ankunft vergast werden. Andere werden erschlagen, erschossen, zu Tode gefoltert. Sie müssen arbeiten, bis sie tot umfallen oder sie verhungern. Am 27. Januar 1945 befreite endlich die Rote Armee den Lagerkomplex. In der Nachkriegszeit ist der Name „Auschwitz“ zu einem Symbol für den Holocaust geworden. Nicht ungern verlassen wir diese gruslige Gedenkstätte.
10. Werner
Ort: Kattowitz
am: 25.08.2016
Katowice1 Kattowitz: Ist das Kulturzentrum des Verwaltungsbezirks Schlesien. Die Universitätsstadt mit preussischer und kommunistischer Vergangenheit bietet Sehenswertes aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Stadt das industrielle Zentrum von Polen. Hier in Oberschlesien leben rund 3,5 Millionen Polen. Fast hundert Prozent der Steinkohle des Landes werden hier abgebaut. Man riecht das auch, geheitzt wird hier oft mit Kohlen. Wir fahren Heute weiter Richtung Tschechischer Grenze. Nach zwei Trüben Tagen ist das Wetter wieder recht schön und warm.
Tschechien Spreche kein tschechisch - Nemluvím Cesky | Ja - Ano | Nein - Neh | Guten Morgen - Dobré ráno | Bitte - Prosím | Danke - Dekuji. 10 SFr ca. 245 Kronen, Drink 0.0, km/h 50 / 90 / 130, Licht, Wildcampen verboten.
Tschechien 79.000 km2 mit ca. 10,5 Mio Einwohnern bietet mehr als “nur” Prag. Beliebt sind die Kurorte, Skigebiete, Mittelgebirge in den Grenzregionen. Erzgebirge, Böhmerwald und Riesengebirge haben meist eine solide touristische Infrastruktur (auch Pisten und Loipen). Berühmt ist ebenfalls die Bäderkultur in historischen Kurorten wie Karlsbad (Karlovy Vary) oder Marienbad (Mariánské Lázne). Einen Besuch in Prag sollte ohne Auto machen. Es kann passieren, dass es aufgebrochen oder geklaut wird und der Verkehr lädt nicht gerade zu Citytouren ein. Mit Metro, Tram und Bus kommt man preiswert an jeden gewünschten Ort. In Kleinstädten kann man meist bewachte Parkplätze in der Innenstadt ansteuern. Zur Abschreckung ist eine mechanische Wegfahrsperre ganz OK. Maut: eine Vignette für Autobahnen gibt es an Grenzübergängen und Tankstellen, Preis 10 Tage 13 €, ein Monat ca 18 €.
11. Werner
Ort: Prag
am: 27.08.2016
PragBrueke Bereits sind wir auf dem Weg Richtung Heimat. Wir campen nahe der Stadt Prag die wir morgen Sonntag mit dem Tram besuchen werden. Prag: Die Hauptstadt (Goldene Stadt) von Tschechien. Zu sehen sind viele Attraktionen wie der Marktplatz „Altstädter Ring“ im Zentrum, das Rathaus und die astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert, die jede Stunde mehr oder weniger spektakulär schlägt. An der Karlsbrücke über die Moldau sind 30 Statuen aufgestellt, die Heilige und Schutzpatrone darstellen. Auf dem Hügel Hradschin befindet sich die imposante Pragerburg, die dem Präsidenten der Tschechischen Republik als Residenz dient. Innerhalb der Burgmauern der Veitsdom, die grösste Kathedrale Tschechiens, gleich daneben ein Obelisk und wenig weiter das Goldene Gässchen, früher haben Alchemisten probiert Gold herzustellen. Montag 29. August: Heute fahren wir nochmals mit dem Tram nach Prag. Dienstag Morgen packen wir zusammen und fahren durch Tschechien bis nach Landshut in Deutschland. Etwa Mittwoch Abend oder am Donnerstag sind wir dann wieder Zuhause.
12. Werner
Ort: Mätteli
Datum: 31.08.2016
Unsere Campingour durch Osteuropa ist zu Ende, wir sind gut, komplett und gesund aber etwas müde zu Hause angekommen. Wir haben viel Interessantes und Neues gesehen und erlebt. Nicht annähernd kann ich hier all die Eindrücke und Erlebnisse wiedergeben. findest Du Fotos von dieser Tour

      * * * * *   Wir danken unseren Reisepartnern für die tolle Zeit auf dieser Tour!!   * * * * *
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